Ungenutzte Ressourcen II: Mangelware Wasser oder Wasser im Überfluss? #17

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In der Landwirtschaft, und vor allem im Gartenbau, fehlt schon jetzt das Wasser. Gerade Obst und Gemüse, aber auch Kartoffeln, benötigen große Mengen Wasser im Anbau. Gleichzeitig drohen Ernteverluste durch Starkregenereignisse und Überflutungen. Die Landwirtschaft gehört zu den Verursachern des anthropogenen Klimawandels – und ist Opfer der Folgen. Das Verbundprojekt LAWAMAD („Landwirtschaftliches Wassermanagement in Deutschland“ untersucht, wo die größten Potenziale zur Wasserspeicherung in den deutschen Agrarlandschaften liegen, wie viel Wasser gespeichert werden könnte und wie realistisch die Umsetzung ist. Denn die Investitionen in Bewässerungsanlagen müssen sich für Landwirt*innen wirtschaftlich lohnen. „Eine bewässerte Fläche ist eine effizienter bewirtschaftete Fläche“, sagt Dr. Daniel Heßdörfer von der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Auch die Kulturpflanzen und Anbauflächen müssen an die zunehmende Trockenheit angepasst werden, etwa durch neue Züchtungen und Erosionsschutz. Letzterer ermöglicht es, dass mehr Wasser im Boden versickert, statt oberflächlich abzufließen. In dieser Folge diskutieren Dr. Nataliya Stupak und Dr. Daniel Heßdörfer über Trockenheit und Wasserkonkurrenz in Deutschland. Außerdem sprechen sie darüber, welche Formen von Wasserspeicherung schon jetzt genutzt werden und welche Technologien die Bewässerung effizienter machen könnten.

Die Gäst*innen:

Dr. Nataliya Stupak ist Wissenschaftlerin in der Stabstelle Klima, Boden, Biodiversität am Thünen-Institut in Braunschweig. Sie ist Ansprechperson für das Verbundprojekt „Landwirtschaftliches Wassermanagement in Deutschland (LAWAMAD)“ uns sitzt damit an der Schnittstelle zwischen Forschung, Landwirtschaft und Politik. Dr. Daniel Heßdörfer arbeitet an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Dort erarbeitet er neue Strategien zur Klimaanpassung im Wein- und Gartenbau und zu neuen Bewässerungssystemen.

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